Ein Überblick übers Recruiting in 2k18

Arbeit ist ein uraltes Mittel der Existenzsicherung. Man kann zweifellos behaupten, dass gute Mitarbeiter – als fleißige Hände eines Unternehmens – zielgerichtet, planmäßig und bewusst für ein erfolgreiches Resultat sorgen. Leider gestaltet sich die Suche nach den perfekten Kandidaten für eine neu zu besetzte Stelle nicht immer einfach und ist allgemein ein zeitintensiver Prozess. Eine schnelle, professionelle und qualitativ nachhaltige Lösung dieser organisatorischen Aufgabe liefert ein gut strukturiertes Recruiting mit zahlreichen Mitteln und Wegen.

Active und Passive Sourcing

Der Ausdruck „Recruiting“ kommt aus dem Englischen und bedeutet nichts anderes als „Personalbeschaffung“. Wie das Wort schon sagt, geht es darum, den bestmöglichen Kandidaten für eine Stelle zu finden und zu gewinnen.

Der erste Schritt ist meistens gleich – man analysiert die Arbeitslage des Unternehmens und beginnt mit der Personalplanung. Hierfür werden zunächst die Stellenausschreibungen angefertigt und klassisch analog oder zunehmend digital über Jobportale und soziale Netzwerke veröffentlicht. Anschließend folgt ein zeitaufwendiger Prozess der Kandidatensuche- und Filterung. Neben der Auswahl der interessierten Bewerber im Rahmen der sogenannten „passiven Suche“, betreiben die Recruiter häufig das „Active Sourcing“ – eine eigenständige und gezielte Suche nach potenziellen Interessenten, u.a. auch solchen, die derzeit gerade nicht auf Jobsuche sind. Die Voraussetzungen hierfür sind ein großer, gut ausgebauter Talent Pool und die Kompetenz des geschickten und richtigen Umgangs mit den Kandidaten.

Zukunftsorientiertes E-Recruiting

Wahrscheinlich ist es jedem, der sich in den letzten drei Jahren irgendwo als Interessent für eine Stelle beworben hat schon einmal aufgefallen, dass immer weniger Arbeitgeber die Bewerbungsunterlagen traditionell per Post zugeschickt haben wollen. Die voranschreitende Digitalisierung des Alltags macht sich auch in der  Kandidatengewinnung deutlich bemerkbar, denn eine Bewerbung erfolgt immer häufiger per E-Mail oder auch direkt über Online-Jobportale. Die Vorteile liegen auf der Hand: einfach, schnell, praktisch und weitgehend umweltschonend.

Der voranschreitende Fachkräftemangel und zunehmende Digitalisierung haben Folgen auch fürs Recruiting. Unter der Bezeichnung „E-Recruiting“ verlagert sich die Personalbeschaffung aktiv ins Web. Weil sich mittlerweile das Leben vieler Menschen im Internet abspielt, erhöht sich dadurch die Reichweite der Möglichkeiten für die Recruiter in Form von Online-Jobbörsen, Datenbanksystemen und sozialen Netzwerken. Dies erleichtert den Suchprozess enorm.

Smarte Suche mit Mobile Recruiting

Vor rund 11 Jahren präsentierte der Apple-Chef Steve Jobs das erste iPhone und trat eine neue Welle der Nutzung von Informations- und Kommunikationsdevices los. Seitdem sind Smartphones  aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Laut einer Digital-Natives-Studie aus dem Jahr 2017 schauen die Smartphonenutzer  „an einem Wochentag bis zu 80 Mal aufs Handy  und sind in der Altersgruppe bis 29 Jahre bis zu vier Stunden am Tag im Netz.“

Die Nutzung sozialer Medien und thematischer Job-Apps eröffnen dem Recruiting neben den bisher praktizierten elektronischen Formen auch viele Möglichkeiten und riesige Potenziale für neue Wege und weitere Kanäle der Personalbeschaffung. Auch sollen die mobilen Funktionen den interessierten Kandidaten den Bewerbungsprozess einfacher machen.  Es ist heute schon normal, dass von dem Hochladen einer Bewerbung des Interessenten bis zu ihrer Auswertung durch den Personaler nur wenige Klicks erforderlich sind.

Prognosen für die nahe Zukunft

In der kommenden Zeit wird das Mobile Recruiting wegen seines einfachen Prinzips und der hohen Effizienz immer mehr an Bedeutung gewinnen: Bewerbungsgespräche per Video, Gamification von Elementen des Auswahlverfahrens und der Einsatz künstlicher Intelligenz – das alles wird dazu beitragen, dass man für das Bewerbungsgespräch nicht mehr aus dem Haus gehen muss, sondern alles praktisch vom eigenen Arbeitstisch aus erledigen können wird.

Es bleibt spannend, wie und in welchem Umfang der technische Fortschritt die Personalbeschaffung in der nahen Zukunft beeinflussen wird. Den ersten Einschätzungen nach, wird auch der Aspekt der Robotisierung des Arbeitsalltags auch fürs Recruiting eine bedeutende Rolle haben. Bereits jetzt werden die ersten Versuche unternommen, die KI-Assistenten in den Prozess der Vorauswahl der Bewerber einzuführen. Die ersten Ergebnisse im Jahr 2019 werden wohl nicht länger auf sich warten lassen.

%d Bloggern gefällt das:
search previous next tag category expand menu location phone mail time cart zoom edit close